Das Projekt “Berlin Bolzt” richtet sich an Jugendliche zwischen zehn und 18 Jahren aus dem Stadtteil Spandau. Träger der ersten Straßenfußball-Liga Berlins ist der 1.FFV Spandau. Die Liga wird seit 2006 von den Jugendlichen eigenverantwortlich betrieben, gespielt wird ohne Schiedsrichter. Vor jedem Spieltag verpflichten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch ihre Unterschriften auf die Einhaltung besonderer Regeln. Dadurch sollen gegenseitige Rücksichtnahme, Achtung und Eigenverantwortung der Jugendlichen gestärkt werden. Teil des Projekts ist zudem ein Seminar zum Thema Konfliktschlichtung.
Infos: www.berlin-bolzt.de / info@berlin-bolzt.de Kontakt: Can Akca
Klickkicker.de ist die Kreuzberger Bolzplatzinitiative für Kinder und Jugendliche zwischen neun und 18 Jahren. Mit viel Eigeninitiative und selbst bestimmten (Fair Play-)Regeln organisieren sie ihre Kiez-Meisterschaft. Die Website ist zentrale Kommunikations- und Vernetzungsplattform für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. In ihrer Bolzplatz-Community können sie Teams gründen, sich zu Spielen verabreden oder eigene Fanseiten kreieren, um neue Mitspieler kennen zu lernen und mit ihnen zu kicken. Und mehr noch: Die Jugendlichen können als “Bolzplatzpaten”, Reporter, Fotografen und Webadministratoren mitwirken. Die Initiative wird seit Gründung 2005 vom Programm Soziale Stadt unterstützt und ist Partner des bundesweiten Straßenfußballnetzwerks. klickkicker.de wurde beim Wettbewerb Wege ins Netz 2007 ausgezeichnet und als vorbildliches Beispielprojekt in die IT-Roadmap zur gesellschaftlichen Integration als Teil des Nationalen Integrationsplans der Bundesregierung aufgenommen.
Infos: www.klickkicker.de / teamchef@klickkicker.de Kontakt: Holger Kruse
“Outreach – Mobile Jugendarbeit” spricht junge Menschen in neun Berliner Stadtbezirken an. Viele von ihnen werden von klassischen Jugendprojekten nicht (mehr) erreicht. Mobile Teams in 26 Sozialräumen suchen Jugendliche in ihrer Lebenswelt, in der unmittelbaren Nachbarschaft, auf. Dieses Vorgehen schafft Vertrauen, erhöht das Verständnis für die individuelle Situation von Jugendlichen und erleichtert den Zugang zu ihnen. Pädagogische Begleitangebote, Sportaktivitäten oder musisch-kreative Arbeit gehören zum Handwerk der Teams. So organisiert Outreach etwa ein Jugendradion, das einmal pro Woche auf Sendung geht. Outreach besteht seit 1992 und ist ein Projekt im Verband für sozial-kulturelle Arbeit, Landesgruppe Berlin e.V.
Infos: www.outreach-berlin.de / outreach@sozkult.de
Sport von Frauen für Frauen und Mädchen: Dieser Ansatz leitet seit rund 20 Jahren die Arbeit von Seitenwechsel. Unabhängig von Hautfarbe, Nationalität, Alter und sexueller Orientierung schafft ein vielfältiges Bewegungsangebot den nötigen Freiraum, damit Frauen und Mädchen ihre Vorstellungen von Bewegung und Sport verwirklichen können. Spaß an Bewegung und das Miteinander stehen dabei stets im Vordergrund. Mit mehr als 600 Mitgliedern ist Seitenwechsel europaweit der größte Frauen- und Mädchensportverein, engagiert sich national wie international für die Rechte und gegen Diskrimnierung von Mädchen, Frauen und Lesben im Sport und kooperiert mit Schulen, Vereinen und anderen gesellschaftlichen Akteuren.
Infos: www.seitenwechsel-berlin.de / info@seitenwechsel.de Kontakt: Malaika Moritz
Nicht nur wegen sportlicher Leistungen ist Türkiyemspor einer der bekanntesten Vereine Deutschlands. Denn zum normalen Spielbetrieb kommt das langjährige soziale Engagement in der Jugend- und Mädchenarbeit, beim Antikonflikttraining oder im Kampf gegen Rassismus. Im Dezember 2007 wurde Türkiyemspor dafür mit dem erstmals vergebenen Integrationspreis des DFB geehrt. Der Verein ist auch an weiteren sozialen Projekten beteiligt und kooperiert mit Schulen und Kindertagesstätten. Großes Engagement zeigt Türkiyemspor auch im Bereich Mädchen- und Frauenfußball.
Infos: www.tuerkiyemspor.net / info@tuerkiyemspor.info Kontakt: Murat Dogan
Gangway ist ein Verein für Straßensozialarbeit in Berlin. Mit rund 50 Streetworkern in 14 Berliner Stadtteilen unterstützt er Jugendliche dabei, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Gangway hilft im Umgang mit Ämtern und Behörden, bei der Arbeitssuche und bei Konflikten unterschiedlicher Art. Dabei wird genau auf die Interessen der Jugendlichen und den vertrauensvollen Umgang mit ihnen geachtet. Seit 2006 ergänzt eine eigene Fußball-Liga mit Teams aus verschiedenen Bezirken die tägliche Arbeit.
Infos: www.gangway.de / info@gangway.de
Der BSV Al-Dersimspor ist in Kreuzberg zu Hause und entstand aus den beiden Vereinen BSV AL-Spor Berlin 1993 e.V. und FC Dersimspor e.V. Vor ihrer Fusion waren beide bereits viele Jahre für die sportliche, soziale und kulturelle Integration von Menschen mit migrantischem Hintergrund engagiert. BSV Al-Dersimspor stellt Mannschaften im Jugend-, Frauen- und Männerbereich und hat zur Zeit rund 300 Mitglieder.
Infos: www.bsv-aldersim.eu
SOJA (SportOrientierte JugendArbeit) aus Friedrichshain kombiniert in einer Einrichtung offene Jugendarbeit und sportliche Aktivitäten. So werden Ideen von Jugendeinrichtungen und Sportvereinen gleichermaßen umgesetzt. Vielen Jugendlichen fällt dadurch der Einstieg in den (Vereins-)sport leichter. Zum Programm gehören Spiel- und Kursangebote, die Organisation von Veranstaltungen und Aktivitäten bei Straßen- und Parkfesten. Das kostenlose Angebot von SOJA fördert Engagement und Sportbegeisterung der Kinder und Jugendlichen und bietet ihnen eine sinnvolle Orientierung. Träger des Projektes ist die AWO Friedrichshain-Kreuzberg e.V.
Infos: www.awo-friedrichshain-kreuzberg.de/jugend /soja@awo-friedrichshain-kreuzberg.de Kontakt: Monika Blanke
Pia Olymp, geschaffen aus dem Wort Olympia, ist aus dem ersten Mädchensportprojekt Deutschlands entstanden. Das Angebot orientiert sich an den besonderen Bedürfnissen von Mädchen und jungen Frauen. Oft suchen sie Bewegungsmöglichkeiten mit Betonung sozialer Aspekte, die klassische Sportangebote selten bieten. Das Mädchensportzentrum in Wartenberg steht Mädchen und Frauen zwischen sechs und 27 Jahren offen und verfügt über einen eigenen Fitnessraum. Neben klassischen Sportarten wie Volleyball, Fußball oder Badminton gibt es auch verschiedene Tanzkurse oder eine spezielle Bewegungserziehung für Kleinkinder.
Infos: www.maedchensportzentrum-pia-olymp.de / pia-olymp@gmx.de
Team Power 21 (BürSte e.V.)
Das Team kümmert sich um die Spielplatzbetreuung auf dem Stephanplatz, organisiert verschiedene Aktionen auf dem Stephanplatz. So z.B. Schatzsuche oder Hip Hop Kurs, Wasserballonschlachten und vieles mehr. Darüber hinaus organisiert Power 21 den täglichen kostenlosen Spielzeugverleih auf dem Stephanplatz und bemüht sich um die Resozialisierung straffällig gewordener Jugendliche. Hier arbeitet das Team mit dem Diversionsbüro der Polizei Abschnitt 33 zusammen.
Infos: Team Power 21 / Power21@ymail.com Kontakt: Celine Onken
Unser Platz (Dissens e.V.)
Das Sport- und Bewegungsangebot „Unser Platz“ im Stadtteil Marzahn wird getragen vom Verein Dissens e.V., aktiv vor allem zum Thema Gender und Geschlechterhierarchien. Ein Schwerpunkt ist Gewaltprävention mit Blick auf Männer und männliche Jugendliche. Mit Unterstützung der Stadt wurde ein 16.000m² großer Platz saniert und als multifunktionaler Bewegungsraum eingerichtet. Das kostenfreie Angebot richtet sich auch an Erwachsene sowie Seniorinnen und Senioren. Die Arbeit mit Sport wurde unter anderem vom Projekt „Mädchen stärken“ unterstützt. Für Mädchen gibt es neben Fußball auch ein Rugbyangebot.
Infos: www.dissens.de/unserplatz
Das Projekt „LITCAM – Fußball trifft Kultur“ wird in Berlin mit Unterstützung der S. Fischer Stiftung umgesetzt. Die Attraktivität des Fußballs kommt ins Spiel, um die Lesekompetenz insbesondere türkisch- und arabischstämmiger Jugendlicher zu erhöhen und ihr Interesse fürs Lesen, für Bildung und Kultur früh zu wecken. Zweimal pro Woche gibt es je eine Stunde Fußballtraining und Ergänzungsunterricht. Die erste Projektgruppe trainiert derzeit an der Grundschule Donaustraße in Neukölln. Hier leben viele Jugendliche aus sozial schwierigen Verhältnissen und mit geringen Aussichten auf weiterführende Studien.
Links: http://www.litcam.de/index.php?inhalt=projekte_fussball&language=de Kontakt: Fabian Heinl
Oléy!!!
Oléy!!! – Freizeitorientierte Kinder und Jugendfußballprojekte richtet sich an Kinder und Jugendliche die viel Zeit mit Fußball verbringen sich aber nicht an Vereine binden wollen.
Kontakt: Andre Ruschkowski
PLAY!YA ist eine unabhängige Organisation mit Sitz in Berlin, gegründet Anfang 2008. PLAY!YA will einen sichtbaren Beitrag zur Weiterentwicklung des Sports leisten. Dabei geht es nicht um neue Rekorde, sondern um den ”sozialen Mehrwert”. Wie kann der Sport menschliche Entwicklung, kulturelle Vielfalt und soziale Teilhabe fördern?
Die Arbeit von PLAY!YA besteht darin, dieses bislang wenig genutzte Potenzial aufzudecken. Dazu bringt PLAY!YA Menschen und Organisationen miteinander ins Gespräch, sammelt Ideen und entwickelt Methoden, Konzepte, Veranstaltungen und Projekte.
Mehr Informationen unter www.playya.org








